Planung und Vorbereitung eines Drehs (Pre-Planning)

Licht oder Requisiten fehlen, Szenen müssen nachgedreht werden, eigentlich wäre ein weiterer Kameramann nötig gewesen, und, und, und…..

Um die beschriebenen Probleme möglichst zu umgehen, gibt es die Planungsphase vor jedem Dreh. Diese unterteilt sich in mehrschrittige Aufgaben und Prozesse, um sicherzustellen, dass die oben beschriebenen Szenarien nicht eintreten. Folgend erkläre ich dir meine Vorgehensweise. Natürlich gibt es sicherlich abgewandelte oder ähnliche Vorgehensweisen, aber vielleicht auch komplett andere. Wenn ihr andere Tipps und Tricks kennt, wie sich die Planung eines Drehs effizienter oder besser gestalten ließe, dann schreibt mir doch einfach eine E-Mail. Geht dazu auf Kontakt – Etwas weiter unten steht meine E-Mail. Nach meinen Projekten hat sich die Vorgehensweise wie folgend festgesetzt:

So sieht eine fertige Tabelle mit allen organisatorischen Daten und Informationen aus

  1. Brainstorming In einem ersten Brainstorming wird meist eine grundsätzliche oder allgemeine Idee weiter vertieft und ein Nischenthema gefunden. Besonders gut eignet sich hierzu eine Mindmap. In manchen Fällen genügt auch eine einfache Stichpunktliste.
  2. Konzept Nun folgt ein ein- oder mehrseitiges Konzept. Von der Länge des Films bis zur festen Idee wird hier alles notiert und an den Kunden übermittelt. Auch besondere Wünsche des Kunden werden hier berücksichtigt und soweit wie möglich übernommen.
  3. Drehbuch Das Drehbuch bildet sich aus dem Konzept. Alle Dialoge und Handlungen werden hier ausformuliert. Besonders die Kreativität wird nun gefordert. Aus Ideen müssen ganze Geschichten erzählt werden, die eine gewisse, vorher bestimmte Emotionalität wiedergeben.
  4. Storyboard Ein Drehbuch reicht natürlich noch nicht, um die Ideen und Handlungen zu visualisieren. Es wird dem Kunde also ein bestmöglicher Eindruck für das kommende Video gegeben. In diesem Storyboard sind alle Einstellungen (Shots) genaustens vorgezeichnet und durchnummeriert. Besonders für den nächsten Punkt ist diese Durchnummerierung sehr wichtig.
  5. Organisationstabelle” – abschließende Planung Nun sind alle Informationen für eine abschließende Planung gegeben. Der gesamte Drehtag wird nach wichtigen Aktionen strukturiert. Das heißt, dass zu jeder vollen oder halben Stunde genau definiert wird, wer was zu tun hat, welche Szene wo gedreht wird und wann Zeiten für Umbau eingeplant werden müssen. Selbstverständlich werden auch Pausenzeiten hinzugefügt.

Ich hoffe ihr konntet aus meinem kurzem Überblick über die Planung und Vorbereitung eines Drehs einiges mitnehmen. Schreibt mir doch gerne an kontakt@nicoschweble.de , was ihr anders macht oder eure Erfahrungen in der Drehplanung.